Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft, auch circular economy genannt, ist die Abkehr vom derzeitigen linearen Wirtschaftsmodell, in dem wir produzieren, nutzen und dann entsorgen. In der Kreislaufwirtschaft werden Rohstoffe, Materialien und Energie sparsam und umweltfreundlich eingesetzt, Abfall vermieden und am Ende des Produktzyklus wiederverwendet oder als Grundlage für neue Produkte aufbereitet. Rohstoffe sind endlich und genau deshalb müssen wir die zur Verfügung stehenden Materialien und Energieressourcen so effektiv einsetzen, dass sie auch für nachkommende Generationen noch ausreichen.

Neben den positiven ökologischen Auswirkungen wird auch ein erhebliches wirtschaftliches Potential gesehen. Entwicklung von kreislauffähigen Werkstoffen, neue Recyclingverfahren, Schließen von Stoffkreisläufen werden Wachstum und Beschäftigung in Europa antreiben. Deshalb hat die Europäische Kommission ein umfangreiches Kreislaufwirtschaftspaket mit Aktionsplan und flankierenden Legislativvorschlägen vorgelegt. In den nächsten Jahren werden also allein von gesetzgeberischer Seite Impulse gesetzt. Aber auch aus der Gesellschaft kommen Ideen und Antreiber. Die Seglerin Ellen MacArthur hat bei ihrer Weltumseglung die Knappheit der Ressourcen am eigenen Leib erfahren und setzt sich nun mit ihrer  Ellen McArthur Foundation vehement für das Thema ein und hat einige Unternehmen für die Vorreiterrolle gewonnen. Michael Braungart, der Urheber des cradle to cradle (von der Wiege bis zur Wiege – anstatt wie bisher zur Bahre) dagegen ist schon seit Jahrzehnten dabei, Produkte zu entwickeln, die entweder am Lebensende in biologischen Prozessen abgebaut werden oder neuen technischen Lösungen zugeführt werden.

Ein praktisches Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft  ist das Repair Café Menzing, das unsere Stadträtin Sonja Haider ins Leben gerufen hat. In einem Repair Café werden liebgewonnnene aber kaputte Gegenstände von Ehrenamtlichen repariert anstatt diese wie sonst üblich, wegzuwerfen. Auch das ist ressourcenschonend.
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