Mai 2016 // PM // Weiße Radl für die Unfallopfer – ADFC und ÖDP stellen fünf Ghostbikes in München auf

München, 18. Mai 2016 // Jeder getötete Radler und jede schwerverletzte Radlerin ist eine zu viel – darin sind sich Andreas Groh, stellvertretender Vorsitzender des ADFC München und die ÖDP-Stadträtin Sonja Haider einig. „Auch wenn München eigentlich als sichere Stadt für Verkehrsteilnehmer gilt, werden dennoch jährlich zwei bis acht Radlerinnen oder Radler durch Fremdverschulden im Straßenverkehr getötet“ so Andreas Groh. Deshalb haben sich der ADFC München und die ÖDP zusammengetan und in einer gemeinsamen Aktion fünf weiß lackierte Räder im Stadtbereich aufgestellt. Jedes Geisterrad erinnert vor Ort an eine umgekommene Radfahrerin oder einen umgekommenen Radfahrer.

„In anderen Städten gibt es diese Aktion schon länger,“ so Andreas Groh, „in Berlin beispiels-weise hat der ADFC bereits 2009 elf Ghostbikes aufgestellt. Das erste Geisterradl weltweit wurde 2003 in St. Louis, Missouri in den USA aufgestellt. Nachdem die Zahl der Abbiege-unfälle 2015 gegenüber 2014 nochmal um 10% gestiegen ist, ist es jetzt an der Zeit auf diese Problematik besonders aufmerksam zu machen. Mit den Ghostbikes soll einerseits der getöteten Radlerinnen und Radler gedacht werden und andererseits das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer für die Abbiegeproblematik zu schärfen.“
„Durch die Geisterräder möchten wir die Aufmerksamkeit auf beiden Seiten erhöhen“, so die ÖDP-Stadträtin Haider, „Radfahrer gehören nun mal mit den Fußgängern zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und sind besonders gefährdet. Trotzdem sind auch sie sich manchmal nicht bewusst, wie ein motorisierter Verkehrsteilnehmer die Situation wahr-nimmt. Besonders auffällig ist, dass Radlerinnen und Radler häufig durch fehlerhaft ab-biegende LKW und PKW zu Tode kommen. „Hier“, so die Sonja Haider von der ÖDP „gilt es, Abhilfe zu schaffen und weitere Maßnahmen zu ergreifen, um diese Gefahrenquellen zu verringern. Deshalb werde ich auch im Stadtrat auf weitere Maßnahmen drängen.“

Am dritten Mittwoch im Mai findet weltweit und dieses Jahr zum ersten Mal auch in München der „Ride of Silence“ statt. „Hierbei wird den im Straßenverkehr getöteten und verletzten Radfahrerinnen und Radfahrern gedacht“, so Andreas Groh vom ADFC München. „Zudem fordert die Demonstration mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende ein“. „Insgesamt möchten wir aber betonen, dass wir Radfahren nicht für gefährlich halten“, ergänzt Andreas Groh, „allerdings ist es wichtig, dass man sich an die Verkehrsregeln hält und sich der typischen Gefahrensituationen bewusst ist“.

Die Fahrräder wurden von der Werkstatt R18 kostenlos zur Verfügung gestellt!

Falls noch Interesse an weiteren Ghostbikestandorten besteht, kann man sich an den ADFC München wenden.

Weitere Informationen: www.adfc-m.de/ghostbikes

Hier die gesamte Pressemitteilung inklusive der Standorte lesen:
PM _ADFC ÖDP _ Weiße Radl für die Unfallopfer – fünf Ghostbikes in München.docx